Zu weit weg – zu nah – Prävention von sexuellen Übergriffen

Beschreibung und Konzeption

Die Angst Kindern und Jugendlichen zu nahe zu treten und sich dem Vorwurf des sexuellen Übergriffs auszusetzen oder Grenzen zu verletzen, hat viele Sozialarbeiter/-innen, Lehrkräfte und Betreuungspersonen verunsichert. Viele hat es dazu veranlasst, einen grossen Sicherheitsabstand zu wahren, nach dem Motto «lieber zu weit, als zu nah». Gleichzeitig können Körperkontakte und Berührungen bei der Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen nicht von vornherein ausgeschlossen werden, sie gehören dazu. Nähe und Distanz wird aber nicht alleine durch Körperkontakte oder Berührungen definiert, sondern umfasst ebenso Gesten, Mimik und Sprache. Professionelle Rahmenbedingungen und Verhaltensregeln sind nötig und hilfreich. Gleichzeitig entbinden sie uns nicht davon uns in konkreten Situationen zu entscheiden und diese Entscheidungen zu reflektieren.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie kennen die Unterschiede zwischen Grenzverletzungen, sexueller Belästigung und sexuellen Übergriffen (strafbare Handlungen).
  • Sie kennen Strategien, die Personen anwenden, die Grenzverletzungen beabsichtigen.
  • Sie kennen ihre Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit Nähe und Distanz.
  • Sie kennen den Unterschied zwischen sexueller und sexualisierter Sprache.
  • Sie kennen ihre Berührungsmuster und entwickeln eindeutige Leitsätze.
  • Sie wissen wie Sie sich vor unberechtigten Vorwürfen schützen können.

Inhalte

  • Information zu gesetzlichen Bestimmungen und strafbaren Handlungen
  • Information zu Strategien von Personen, die sexuelle Übergriffe beabsichtigen
  • Was dürfen Frauen, was dürfen Männer – bewusste und unbewusste Leitsätze
  • Umgang mit Verliebtheit und «Provokationen»
  • Übungen zur Berührungssicherheit
  • Übungen zum Umgang mit den eigenen Ausdrucksformen in Gestik, Mimik und Sprache

Zielpublikum

Sozialarbeiter/-innen, Jugendarbeiter/-innen, Lehrkräfte, Betreuungspersonen von Tagesschulen, Kindertagesstätten und stationären Einrichtungen

Titel und Abschluss

Kursbestätigung

Dozierende

  • Stephan Schüepp, Sozialarbeiter, Supervisior und Organisationsberater BSO, Projektmitarbeiter Swissolympic  «Keine sexuellen Übergriffe im Sport»
  • Ingrid Hülsmann Fachpsychologin/Psychotherapeutin FSP, Zürcher Institut für klinische Sexologie und Sexualtherapie (ZISS), Leiterin Fachbereich Gewaltprävention Lilli-Verein für Prävention und Online-Beratung für Jugendliche zu Sexualität und sexueller Gewalt

Leitung

Prof. Daniel Iseli
Departement Soziale Arbeit
daniel.iselinoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 36 64

Organisation

Dora Dürner, dora.duernernoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 36 53

Kosten

CHF 320.-

Durchführung/Kursdaten

9. Mai 2019, 9.00-16.45 Uhr

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Anmeldeschluss

20. 3. 2019

Code

K-SSA-8