CAS Familienmediation
Qualifizierung für den Titel Mediatorin/Mediator SDM oder SVFM

Beschreibung und Konzeption

Familienmediation befasst sich mit Übergangssituationen im Familiensystem. Dazu gehört nicht nur die traditionsreiche Scheidungs- und Trennungsmediation, sondern auch Mediation bei Paarkonflikten, Konflikten in Generationenbeziehungen (z.B. Erbschaftskonflikte, Pflegebeziehungen im Alter) und Fortsetzungsfamilien. Immer häufiger werden ausserdem Themen aus der Nachscheidungsphase (z.B. Besuchsrechtskonflikte) bearbeitet. Ein weiterer wichtiger Fokus der Ausbildung liegt auf dem Umgang mit Kindern und Jugendlichen und ihren Bedürfnissen im Mediationsprozess.
Der CAS-Studiengang baut auf dem CAS Grundlagen der Mediation auf.

Mit der Absolvierung des CAS Familienmediation qualifizieren Sie sich gemäss den Ausbildungsstandards des Schweizerischen Dachverbands Mediation (SDM).

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie qualifizieren sich für die selbständige Durchführung von Mediationen gemäss den Ausbildungsstandards.
  • Sie können Mediationsverfahren im Kontext von Familien initiieren, steuern und mit einer Vereinbarung abschliessen.
  • Sie können die Dynamik von Familien in Übergangssituationen aus einem psychologischen Blickwinkel betrachten.
  • Sie kennen die rechtlichen Bezugspunkte und nutzen die Spielräume für eine individuelle Regelung.
  • Bei Mediationen mit Kinderbelangen achten Sie auf die Bedürfnisse und den Einbezug der Kinder und Jugendlichen und unterstützen die Eltern in der Klärung der Situation mit ihren Kindern
  • Sie reflektieren und klären Ihr Rollenverständnis, Ihre Denk- und Handlungsweise sowie Ihre Haltung als Mediatorin oder Mediator.

Inhalte

Der CAS Familienmediation schliesst an den CAS-Studiengang Grundlagen der Mediation an. Der CAS umfasst 16 Studientage:

Zielpublikum

Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet und wendet sich insbesondere an Fachpersonen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Recht, Pädagogik, Gesundheit, Psychologie, Beratung, sowie weiteren Berufsfeldern.

Lern- und Arbeitsformen

Interaktives Kontaktstudium
Ein intensiver Lernprozess kommt über das Zusammenwirken unterschiedlicher Lernformen zustande. Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv und partizipativ gestaltet mit diversen Didaktikmethoden wie Inputreferaten, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten. Es wird auf eine effektive Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, sodass praxisorientiertes, erwachsenengerechtes Lernen möglich wird. In der Supervision werden Konfliktsituationen aus der Berufspraxis begleitet, reflektiert und in der Supervisionsgruppe bearbeitet.

Transferorientiertes Selbststudium
Die folgenden Arbeitsformen unterstützen Sie dabei, die im Kontaktstudium vermittelten Inhalte bestmöglich in Ihrem eigenen Berufsalltag umzusetzen:

  • Selbst organisierte Gruppenarbeit: Intervision oder kollegiale Beratung als effektive Beratungsform unter den Teilnehmenden zur Entwicklung von Praxislösungen anhand der vermittelten Inhalte.
  • Praxistransfer: Der Transfer der Kursinhalte in die Praxis erfolgt im Rahmen Ihrer aktuellen beruflichen Herausforderungen. Zusätzlich wenden Sie Ihre Kenntnisse in der Begleitung von konkreten Mediationsfällen an.

Zulassung

Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des CAS Grundlagen der Mediation oder ein vergleichbarer Abschluss.
Allgemeine Zulassungsbedingungen

Qualifizierung und Kompetenznachweise

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Mindestens 90 Prozent Präsenz im Unterricht.
  • Die Abschlussarbeit umfasst die Dokumentation eines Mediationsfalles und einen Supervisionsbericht. Die Arbeit erfolgt gemäss den Standards des Schweizerischen Dachverbandes Mediation (SDM).

Titel und Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) Berner Fachhochschule in Familienmediation (12 ECTS-Credits)
Zusammen mit dem Studiengang CAS Grundlagen der Mediation ist der CAS Familienmediation vom Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM) anerkannt.

Dozierende

Dozierende der Berner Fachhochschule, ausgewählte externe Hochschuldozentinnen und -dozenten sowie ausgewiesene Expertinnen und Experten aus der Praxis.

Dieses Angebot ist ein Teil von

Studienleitung

Prof. Tanja Lutz, Studienleiterin
Fachbereich Soziale Arbeit
tanja.lutznoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 36 61

Organisation

Daniela Christen, daniela.christennoSpam@bfh.ch, +41 31 848 45 43

Kosten

ca. CHF 7440.- (je nach gewählten Kurseinheiten), Änderungen vorbehalten.

Durchführung/Kursdaten

16 Studientage, Dauer ca. 12 bis 24 Monate
Einstieg nach Abschluss des CAS Grundlagen der Mediation oder einem vergleichbaren Abschluss aufgrund des modularen Systems jederzeit möglich.

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Unterlagen

CAS Familienmediation Infobroschüre 

Code

C-MED-5