Fachkurs Systemische integrative Beratung mit der Inneren Familie (IIFS) [neu]
Systemische Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen

Beschreibung und Konzeption

Das klassische Internal Family Systems Modell (IFS) geht davon aus, dass jeder Mensch über eine Vielzahl von Persönlichkeitsanteilen verfügt, die  miteinander interagieren – ähnlich wie es Familienmitglieder tun. Das Kennenlernen dieser unterschiedlichen «Teile» ermöglicht eine neue Sichtweise auf sich selbst und bietet Chancen für persönliche (Weiter-)Entwicklung.
Gerade für die Kontexte der Sozialen Arbeit, in denen sich Klienten und Klientinnen – mehr oder weniger freiwillig – in Abhängigkeits- und Veränderungsprozessen befinden, ist die integrative systemische Arbeit mit der Inneren Familie (IIFS) sehr gut geeignet.  Die strukturierte und respektvolle Vorgehensweise bietet den Beratenden einen feinfühligen, aber konsequenten Weg in die innere Welt ihres Gegenübers.
Für Klienten und Klientinnen ist der Ansatz leicht verständlich. Sie werden befähigt, zwischen den oft streitenden inneren Anteilen ein neues Gleichgewicht herzustellen, was als Voraussetzung für nachhaltige Veränderungsprozesse angesehen werden kann.  
Der Fachkurs vermittelt die methodische Herangehensweise auf der Basis systemischer Grundhaltungen.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie haben praxisrelevantes Grundwissen zum IFS-Modell und können es in Ihrer Beratungspraxis sinnvoll integrieren.
  • Sie können IIFS-typische, systemisch ausgerichtete Interventionen und Frageformen nutzen.
  • Sie erlangen durch IIFS Sicherheit in herausfordernden Beratungssituationen und können Unterstützungsprozesse achtsam und ressourcenorientiert gestalten.
  • Sie sind in der Lage, wiederkehrende Muster der Klientinnen und Klienten vor  dem Hintergrund  ihrer inneren Familie zu erkennen.
  • Sie wissen, wie Sie den Körper in seinem Ausdruck und Wissen in Ihre Arbeit einbeziehen können und schärfen Ihre Wahrnehmung für nonverbale Signale.
  • Sie kennen Zugänge zu selbst-stärkenden Ressourcen für sich und Ihre Klientel.

Inhalte

  • Einführung in das IIFS Modell und seine Bedeutung in der Beratungspraxis
  • Haltung des/der Beratenden in der IIFS Arbeit
  • Kennenlernen der verschiedenen Typen der Persönlichkeitsanteile, deren Aufgaben, Rollen und Lasten im inneren System
  • Die Bedeutung des Selbst und seine Qualitäten.
  • Umsetzung des IIFS Modells im Beratungsalltag:

    • Die ersten Schritte und die wichtigsten Fragen zur Erforschung eines inneren Persönlichkeitsteils
    • Körperwissen, Körpersprache
    • Erproben spielerischer Methoden, die das Veranschaulichen innerer Teile unterstützen
    • Verlauf und Abschluss einer IIFS-Sitzung

  •  Supervision

Aufbau
Der Fachkurs besteht aus 2 Kurseinheiten à 4 Tagen. Der 4. Kurstag ist jeweils als Supervisionstag konzipiert, an dem eigene Fälle eingebracht werden können. Auch dadurch wird ein Transfer in die jeweiligen Handlungsfelder und Beratungssituationen der Teilnehmenden sichergestellt.

Zielpublikum

Fachkräfte aus den verschiedenen beruflichen Kontexten der Sozialen Arbeit und des Gesundheitswesens, die in ihrem Arbeitsfeld beratend und begleitend tätig sind und ihre beruflichen Kompetenzen vertiefen möchten.

Lern- und Arbeitsformen

Fachliche Inputs, praktische und selbstreflexive Übungen, Gruppenarbeiten,
Bearbeitung von Fallbeispielen.

Zulassung

Erwartet wird entsprechende Berufserfahrung sowie Beratungspraxis, die einen Transfer des Gelernten ermöglicht. Zur Sicherung des eigenen Kompetenzerwerbs ist die Bereitschaft zum praktischen Üben in Kleingruppen erwünscht.
Beachten Sie unsere allgemeinen Zulassungsbedingungen

Titel und Abschluss

Kursbestätigung

Dozierende

Ruthild Haage-Rapp, Diplom-Psychologin. Eigene Praxis als Psychologische Psychotherapeutin. Lehrtätigkeiten an verschiedenen Hochschulen. Ausgebildet u.a. in personenzentrierter Gesprächstherapie (GwG), Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie (Hakomi), Traumatherapie (EMDR, PITT). 2011 Ausbildung zur IFS-Therapeutin.
Angelika Krebs, Diplom-Psychologin. Eigene Praxis als Psychologische Psychotherapeutin. Dozentin an verschiedenen Ausbildungsinstituten. Ausbildung u.a. in personenzentrierter  Gesprächstherapie (GwG), Focusing, Traumatherapie (PITT). 2008 Ausbildung zur IFS-Therapeutin.

Dieses Angebot ist ein Teil von

Leitung

Gerlinde Tafel, Diplom-Pädagogin, Studienleiterin
Fachbereich Soziale Arbeit
gerlinde.tafelnoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 37 26

Organisation

Karin Hauswirth, karin.hauswirthnoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 36 24

Kosten

CHF 2560.-, Änderungen vorbehalten

Durchführung/Kursdaten

8 Kurstage
Teil 1: 20./21./22./23. Februar 2018
Teil 2: 26./27./28./29. Juni 2018
jeweils 8.45-16.45 Uhr

erneute Durchführung geplant im Frühjahr 2019

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Anmeldeschluss

20. 1. 2018

Code

K-BER-14