Fachkurs Opferhilfe

Beschreibung und Konzeption

Der 15-tägige Fachkurs bietet eine umfassende Einführung in das Arbeitsgebiet der Opferhilfe. Ausgehend vom Auftrag und den Mitteln des Opferhilfegesetzes werden Themen wie die Erschliessung finanzieller Ansprüche von Opfern, Gewalterfahrung und biopsychosoziale Auswirkungen, Opferhilfe als interdisziplinäre Aufgabenstellung und Case Management in der Opferhilfe miteinander verbunden.

Nach Absprache mit der Kursleitung können die Kurseinheiten einzeln besucht werden.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

Sie sind in der Lage,

  • Opfer über ihre Rechte und Hilfsmöglichkeiten gemäss Opferhilfegesetz (OHG) zu informieren und die individuelle Situation von Opfern einzuschätzen und Leistungen zu erschliessen.
  • Opferhilfe im Sinne des Case Managements zu gestalten.
  • Opfer in der Verarbeitung der Gewalterfahrung zu unterstützen.
  • die spezifischen Situationen und Bedürfnisse von Kindern als Opfer zu berücksichtigen.
  • die Bedeutung der Positionierung und Vernetzung Ihrer Institution zu erkennen.

Inhalte

  • Einführung in den Fachkurs und in die Opferhilfe

  • Rechtliche Grundlagen der Opferhilfe:

    • Begleitung von Opfern im Strafverfahren
    • Soziale Sicherung der Opfer: Sozialversicherungen
    • Leistungen der Opferhilfe, Sozialhilfe
    • Zivilrechtlicher Kindesschutz

  • Die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden unter besonderer Berücksichtigung der häuslichen Gewalt

  • Psychotraumatologie: Traumatische Erfahrungen und deren Verarbeitung, Psychotraumatologie des Kindesalters

  • Ambulante Beratung bei häuslicher Gewalt
  • Ereignisse in der Opferhilfe mit besonderen Anforderungen
  • Strassenverkehrsopfer
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Zielpublikum

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sozialen Einrichtungen, die für Leistungen im Rahmen des Opferhilfegesetzes zuständig sind und über eine Grundausbildung in Sozialer Arbeit oder über einen Studienabschluss in Human- oder Rechtswissenschaften verfügen

Lern- und Arbeitsformen

Der Fachkurs besteht aus den 15 Kurstagen, in denen theoretische Kenntnisse vermittelt, Anwendungsfragen diskutiert und Fallsituationen bearbeitet werden. 

Qualifizierung und Kompetenznachweise

Sie dokumentieren einen Opferhilfefall nach den Vorgaben der Kursleiterin. Die Fälle werden zum Teil im Unterricht aufgegriffen. Alle Fälle werden insbesondere aus dem juristischen Blickwinkel kommentiert. Wer in der Praxis nicht direkte Fallarbeit leistet, kann für die schriftliche Arbeit in Absprache mit der Kursleiterin eine andere praxisbezogene Aufgabenstellung bearbeiten.

Titel und Abschluss

Kursbestätigung

Dozierende

Dozierende der Berner Fachhochschule, ausgewählte externe Hochschuldozentinnen und - dozenten sowie ausgewiesene Expertinnen und Experten aus der Praxis.

Dieses Angebot ist ein Teil von

Leitung

Simon Steger, dipl. Sozialarbeiter MSc, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fachbereich Soziale Arbeit
simon.stegernoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 36 91

Susanne Nielen Gangwisch, dipl. Sozialarbeiterin
Leiterin Beratungsstelle Opferhilfe Aargau Solothurn
susnielennoSpam@gmail.com 

Organisation

Petra Isenschmid, petra.isenschmidnoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 35 31

Kosten

CHF 3550.-

Durchführung/Kursdaten

15 Kurstage, Januar bis Oktober 2018

BFH_Fachkurs_Opferhilfe_Daten_2018.pdf

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Anmeldeschluss

11. 11. 2017

Code

K-SPE-1