Kindeswohlgefährdung erkennen und angemessen handeln

Beschreibung und Konzeption

Es ist eine wichtige Aufgabe der Sozialen Arbeit und verwandten Berufen, Gefährdungen von Kindern möglichst in einem frühen Stadium zu erkennen und dem Bedarf und den Interessen des Kindes entsprechend zu reagieren. Doch wie weit können Fachpersonen aus Pädagogik oder Sozialer Arbeit in ihrer Funktion gehen, resp. wann ist eine Weiterleitung an eine spezialisierte Beratungsstelle oder das Einreichen einer Gefährdungsmeldung angezeigt? Der Kurs vermittelt Ihnen fachliche Grundlagen über Kindeswohlgefährdungen und beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen und methodische Ansätze damit Sie in der Praxis sicher auf diese Fragen reagieren können.
Der Kurs ist nicht für die Abklärung von Gefährdungsmeldungen im Auftrag der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde konzipiert. Für die Abklärung von Gefährdungsmeldungen verweisen wir auf den Kurs Einführung in das Berner und Luzerner Abklärungsinstrument zum Kindesschutz.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie verfügen über Fachwissen und methodische Ansätze um Gefährdungen von Kindern möglichst früh, situationsangemessen und kindesgerecht, d.h. dem Bedarf und den Interessen des Kindes entsprechend, zu erkennen.
  • Sie haben einen Überblick über das System des Kindesschutzes, inkl. der Opferhilfe.
  • Sie kennen Ihre Rolle bei Fragen von Kindeswohlgefährdungen und sind in der Lage, Aufträge zu klären.
  • Sie fühlen sich in der konkreten Arbeit sicher bei der Entscheidung, ob eine Gefährdungsmeldung zum Schutz des Kindes an die Kindesschutzbehörde eingereicht werden soll.

Inhalte

  • Grundlagen des zivilrechtlichen Kindesschutzes sowie der Opferhilfe
  • Formen von Kindeswohlgefährdungen sowie Risiko- und Schutzfaktoren
  • Möglichkeiten der Früherkennung von Kindeswohlgefährdungen, konkretes Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
  • Auftrags- und Rollenklärung

Zielpublikum

Fachpersonen im Sozialbereich, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, insbesondere in den Bereichen Schulsozialarbeit, Opferhilfe, Jugendarbeit, Beratungsstellen für Familien und Jugendliche sowie weitere interessierte Personen

Titel und Abschluss

Kursbestätigung

Dozierende

Prof. Andrea Hauri, Sozialarbeiterin FH, M.A. Soziologie, Dozentin Berner Fachhochschule
Dr. med. Ulrich Lips, ehemaliger Leiter Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle Universität Kinderspital Zürich
Prof. Marco Zingaro, Rechtsanwalt, Dozent Berner Fachhochschule

Dieses Angebot ist ein Teil von

Dieses Angebot ist ein Wahlkurs des CAS Opferhilfe

Leitung

Andrea Hauri
Soziale Arbeit
andrea.haurinoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 36 29

Organisation

Dora Dürner, dora.duernernoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 36 53

Kosten

CHF 640.-

Durchführung/Kursdaten

20./21. November 2019, 9.00-16.45 Uhr

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Anmeldeschluss

20. 10. 2019

Code

K-EKS-9