Gewaltfreie Kommunikation in der Mediation – Einführung

Beschreibung und Konzeption

Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg unterstützt Mediatorinnen und Mediatoren dabei, einfühlsamer zu kommunizieren und insbesondere angespannte Situationen effizienter zu bearbeiten und zu lösen. Das heisst, die GfK ermöglicht es zu lernen, mit den Parteien auch in eskalierten Situationen empathisch umzugehen.
Sowohl in der Vorphase wie auch während des Mediationsprozesses müssen Mediatorinnen und Mediatoren ihre Mediandinnen und Medianden in ihren Gefühlen und Bedürfnissen ernst nehmen. Durch den Fokus darauf, was die Mediandinnen und Medianden brauchen, kann der Mediationsprozess klarer und wirksamer verlaufen. Gerade dies führt in der Mediation oft zu kreativen Lösungen und weg von den Problemen.
Durch ihre pragmatische und prägnante Art unterstützt die GfK Mediatorinnen und Mediatoren aber nicht nur darin, sich auf die Bedürfnisse der anderen zu konzentrieren, sondern auch die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. So ist die Anwendung der GFK zusätzlich auch hilfreich für die Entwicklung der Selbstempathie von Mediatorinnen und Mediatoren, um vor, während und nach einer Mediation mit sich selber achtsam umzugehen.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie erlernen das Grundmodell der Gewaltfreien Kommunikation.
  • Sie können in der Praxis die Ebenen der Beobachtung, der Gefühle, der Bedürfnisse und der Bitte auseinander halten.
  • Sie können Klientinnen und Klienten dabei unterstützen, Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse und Bitten auseinander zu halten und damit bessere Voraussetzungen für verständigungsorientierte Kommunikation in Streitgesprächen schaffen.
  • Sie erreichen ein Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse bei Konfliktbearbeitungen und die Chancen der Selbstempathie in herausfordernden Situationen.
  • Sie können mit den Klientinnen und Klienten auch in eskalierten Situationen empathisch sein.

Inhalte

  • Das Modell der Gewaltfreien Kommunikation als Haltung und Methode
  • Besonderheiten der Mediation gemäss der Gewaltfreien Kommunikation
  • Unterschiede zwischen Gefühlen, Bedürfnissen und Strategien

Zielpublikum

Mediatorinnen und Mediatoren in Ausbildung. Der Kurs kann auch als Weiterbildung in Mediation besucht werden.

Titel und Abschluss

Kursbestätigung

Diese Weiterbildung wird anerkannt von:
Schweizerischer Dachverband Mediation (SDM), Schweizerischer Verein für Familienmediation (SVFM), Schweizerische Kammer für Wirtschaftsmediation (SKWM), Schweizerischer Anwaltsverband (SAV)

Dozierende

Consolata Peyron, dipl. Politologin. Sie ist tätig als Mediatorin, Ausbilderin für Mediation (BM/European Master in Mediation) und Supervisorin für Mediatorinnen und Mediatoren in der Schweiz und in Deutschland. Sie ist international zertifizierte Trainerin (CNVC) für Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg und Lehrbeauftragte an verschiedenen Institutionen.

Dieses Angebot ist ein Teil von

für Studierende mit Start vor 2017:

  • CAS Mediative Konfliktintervention
  • CAS Konfliktmanagement

Leitung

Tanja Lutz, Studienleiterin
Fachbereich Soziale Arbeit
tanja.lutznoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 36 61

Organisation

Daniela Christen, daniela.christennoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 45 43

Kosten

CHF 780.-

Durchführung/Kursdaten

8./9. November 2018, 8.45-16.45 Uhr

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Anmeldeschluss

7. 10. 2018

Code

K-MED-66