Das neue Erwachsenenschutzrecht in der Praxis der Altersarbeit

Beschreibung und Konzeption

Seit dem 1. Januar 2013 bietet das neue Erwachsenenschutzrecht unter dem Titel «Eigene Vorsorge» die Möglichkeit, in guten Tagen mit einem Vorsorgeauftrag bzw. einer Patientenverfügung Dispositionen für den Fall der eigenen Urteilsunfähigkeit – beispielsweise als Folge einer fortgeschrittenen Demenz – zu treffen. Gleichzeitig wurde durch das neue Gesetz der Schutz von urteilsunfähigen Personen ausgebaut, die in Wohn- oder Pflegeeinrichtungen leben. Die Praxis der Altersarbeit ist von den erwähnten Neuerungen direkt betroffen, etwa in der generellen Beratung oder beim korrekten Vollzug der Vorschriften zu den bewegungseinschränkenden Massnahmen in der stationären Pflege. Die Impulsveranstaltung soll deshalb relevante Themen vertiefen und Gelegenheit zu einem Erfahrungsaustausch bieten. Zudem soll der Frage nachgegangen werden, wie sich die neu definierten behördlichen Beistandschaften in der Begleitung und Vertretung alter Menschen bewähren. Wie gut gelingt es den Erwachsenenschutzbehörden und den eingesetzten Beiständinnen und Beiständen, die Selbstbestimmung schutzbedürftiger Personen zu erhalten und zu fördern, wie dies vom Gesetz ausdrücklich verlangt wird? 

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

Die Teilnehmenden vertiefen ihre Grundkenntnisse über das neue Erwachsenenschutzrecht und ziehen Rückschlüsse für die praktische Altersarbeit. 

Inhalte

  • Vertiefung relevanter Instrumente (Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung)
  • Vertretung bei medizinischen Massnahmen: Wissen Betroffene ausreichend Bescheid?
  • Vorschriften zum Schutz urteilsunfähiger Personen in Wohn- oder Pflegeeinrichtungen: Stand der Umsetzung?
  • Erfahrungen im Kontext der Umwandlung oder Neuanordnung behördlicher Schutzmassnahmen nach dem Prinzip der «Massschneiderung»
  • Zusammenarbeit mit Beiständinnen und Beiständen

Zielpublikum

Fachleute im Altersbereich (Beratung, Betreuung, Pflege, Leitung von Altersinstitutionen u.a.m.)

Titel und Abschluss

Teilnahmebestätigung

Dozierende

Prof. Marco Zingaro, Fürsprecher, Dozent am Fachbereich Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule

Dieses Angebot ist ein Teil von

Leitung

Elsmarie Stricker
Institut Alter
elsmarie.strickernoSpam@bfh.ch

Tel. +41 31 848 36 73

Organisation

Isabelle Büchler, isabelle.buechlernoSpam@bfh.ch, Tel. +41 31 848 36 03

Kosten

CHF 340.-, Änderungen vorbehalten, Vergünstigungen

Durchführung/Kursdaten

20. Dezember 2017, 8.45-16.45 Uhr

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule, Institut Alter, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Situationsplan

Anmeldeschluss

2. 12. 2017

Anmeldung

Zum Anmeldeformular

Code

T-A-4