Basiswissen Trauma – Umgang und Gesprächsführung mit traumatisierten Menschen
Stabilität und Stabilisierung: Was traumatisierte Menschen brauchen

Beschreibung und Konzeption

In der Opferhilfe und in anderen sozialen Institutionen werden Menschen beraten, deren Lebensbalance in Folge traumatischer Erlebnisse tief greifend erschüttert ist. Insbesondere durch andere Menschen verursachte Traumata werden als extrem bedrohlich empfunden. Daraus resultierende Gefühle der Ohnmacht und Hilflosigkeit zählen zu den schlimmsten Erfahrungen, die man machen kann. Dieses extreme Erleben kann in der Folge die Beziehung zu anderen Menschen beeinflussen.

Eine hilfreiche Beratung geht auf die spezifischen Bedürfnisse ein, die traumatisierte Menschen gegenüber ihren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern haben. Erst die bedingungslos respektvolle Haltung der Beraterin und des Beraters sowie deren spezielle Art der Gesprächsführung ermöglichen den traumatisierten Klientinnen und Klienten, sich überhaupt auf eine konstruktive Beratungsbeziehung einlassen zu können. So unterstützen Sie Ihre Klientin und Ihren Klienten dabei, das erlittene Geschehen gesund zu verarbeiten.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie erhalten Einblick in die  aktuellen Erkenntnisse aus der Traumaforschung.
  • Sie lernen, auffälliges Verhalten Ihrer Klientinnen und Klienten professionell einzuordnen und zu «deuten».
  • Sie können eine konstruktive Gesprächsbeziehung zu einer traumatisierten Klientschaft aufbauen.
  • Sie beherrschen spezifische Gesprächsführungstechniken, die Ihnen Sicherheit geben im Gespräch mit traumatisierten Menschen.

Inhalte

  • Basiswissen «Trauma»:

    • Traumatisierung – was ist das?
    • Abgrenzung „Normaler“ Stress – Traumatisierender Stress
    • „Gesunde“ bzw. problematische Verarbeitung von (traumatisierendem) Stress
    • Trauma-Phasen, Trauma-Kategorien, Trauma-Typen
    • Traumafolgestörungen
    • Würdigen was ist – „seltsame“ Verhaltensweisen besser verstehen

  • Flucht & Trauma

    • Traumatische Erfahrungen und Lebensbedingungen von Flüchtlingen

  • Von der Belastung zur Stabilisierung

    • Wie Selbstheilungskräfte wirken – und wie professionelle Helfer diese unterstützen können
    • Allgemeines zum Umgang mit traumatisierten Menschen
    • Stabilisieren – Stabilisieren – Stabilisieren
    • Gesprächsführung mit traumatisierten Menschen, hilfreiche Interventionen

  • Selbstfürsorge für haupt-/ehrenamtliche Helfer

Zielpublikum

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Opferhilfe
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sozialen Institutionen wie Sozialdienste, Erwachsenen- und Kindesschutz, Beratungsstellen

Titel und Abschluss

Kursbestätigung

Dozierende

Dr. Petra Maria Schwarz, Personal- und Organisationsberaterin, zertifizierte Trainerin für Motivational Interviewing

Leitung

Simon Steger, dipl. Sozialarbeiter MSc, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fachbereich Soziale Arbeit
simon.stegernoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 36 91

Organisation

Petra Isenschmid, petra.isenschmidnoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 35 31

Kosten

CHF 640.-

Durchführung/Kursdaten

13./14. September 2017, 8.45–16.45 Uhr

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Anmeldeschluss

1. 8. 2017

Code

K-SPE-33