Prämierte Bachelorarbeit «Nach Hause? Rückplatzierung in die Herkunftsfamilie»

04.12.2018

Im Rahmen der letzten Diplomfeier des Departements wurden Céline Burgener und Ursina Kaufmann für ihre Bachelor-Thesis mit dem Titel «Nach Hause? Rückplatzierung in die Herkunftsfamilie» mit dem Anerkennungspreis des Vereins Alumni BFH Soziale Arbeit ausgezeichnet. Der Verein lobte, die Bachelor-Thesis zeige in besonderer Weise, wieviel Nachholbedarf in der Schweiz bestehe, wenn es darum geht, die Platzierung eines Kindes zu überdenken und seine mögliche Rückplatzierung in der Herkunftsfamilie zu überprüfen. Die Statistik zeige, von welch grosser Bedeutung das Thema für die Praxis der Sozialen Arbeit sei. Deshalb haben wir die Autorinnen der Studie um eine Zusammenfassung ihrer Arbeit gebeten.

Nach einer Fremdplatzierung gilt die erfolgreiche Wiedervereinigung des Kindes mit der Herkunftsfamilie als die gelungenste Form der Beendigung einer Platzierung. In der Bachelor-Thesis «Nach Hause? Rückplatzierung in die Herkunftsfamilie» wird der Prozess der Rückplatzierung aus der Sicht von Fachpersonen thematisiert, welche eine Einschätzung für oder gegen die Rückplatzierung treffen müssen.

Aus der theoretischen Betrachtung sowie anhand von Expertinnen- und Experteneninterviews wurden sieben Kriterien hergeleitet, welche im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden sollten. Ferner wurde deutlich, dass Rückplatzierungen vermehrt empirisch untersucht werden müssten und eine landesweite Datenerfassung zu Platzierungen und insbesondere auch Rückplatzierungen notwendig wäre, um dieser herausfordernden Phase in der Praxis gerecht zu werden. Darüber hinaus belegen die Ergebnisse der Thesis, dass die komplexen Fallverläufe von Platzierungen eine Herausforderung für Fachpersonen der Sozialen Arbeit darstellen, insbesondere wenn diese im Jugendalter stattfinden. Auch besteht Entwicklungsbedarf aufgrund des Mangels an Angeboten für die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie.

Sie können die Arbeit in der Edition Soziothek einsehen.