Soziale Arbeit 5. März 2013
Soziale Arbeit
 

Newsletter 1/2013

Wir freuen uns, Ihnen die erste Ausgabe unseres Newsletters zu präsentieren und wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!
Der Newsletter erscheint 4 x jährlich und informiert Sie über aktuelle Forschungsergebnisse, neue Köpfe am Fachbereich, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Freundliche Grüsse
Ihr Newsletter-Team
kommunikation.soziale-arbeitnoSpam@bfh.ch, T +41 31 848 36 00

Im Fokus

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden: Installieren von neuen Strukturen und Prozessen geschieht nicht über Nacht

Professionalisierung der Verfahren und Qualitätssteigerung – das sind die Ziele der Neuorganisation im Kindes- und Erwachsenenschutz. Die Einrichtung neuer Strukturen und Prozesse aber braucht Zeit. Urs Winkler, Präsident der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland Ost in Interlaken, erzählt, wie der Start verlaufen ist.
Zum Interview

 

Bachelor-Thesis «Familien befähigen statt ersetzen» ausgezeichnet

Anlässlich der Diplomfeier vom 1. März 2013 ist eine herausragende Bachelor-Thesis des vergangenen Semesters ausgezeichnet worden. In der Arbeit geht es um das Potenzial der Kompetenzorientierten Familienarbeit (KOFA) hinsichtlich der Reduzierung einer Fremdplatzierung aufgrund von Kindesvernachlässigung.
Lesen Sie eine kurze Zusammenfassung (PDF)

Insgesamt 62 Absolventinnen und Absolventen haben ihre Bachelor-Diplome am letzten Freitag entgegennehmen dürfen. Auch 5 Master-Diplome wurden überreicht. Wir gratulieren herzlich!
Impressionen der Diplomfeier

Veranstaltungen

Tagung: Berufliche und soziale Integration – Soziale Arbeit im Blindflug?

Dienstag, 30. April 2013, 8.15-16.30 Uhr in Bern
«Integration» ist in der Sozialen Arbeit ein Begriff, der täglich verwendet wird. Doch was heisst es genau, integriert zu sein? Wann und wo findet Integration statt? Wer integriert und welche Ziele werden dabei verfolgt? An der Tagung geht es zunächst um eine Begriffsklärung und darum, wirksame Integrationsprojekte und -massnahmen vorzustellen und zu diskutieren.
Weitere Informationen und Anmeldung
Artikel zum Thema im «impuls» 1/2013 (PDF)

Tagung: Kooperation und Fusion im Sozialbereich – die Zukunft planen und sichern!

Montag, 27. Mai 2013, 13.30–17.30 Uhr in Bern 
Die strukturellen, gesetzlichen und finanziellen Voraussetzungen für die gemeindenahen Organisationen im Sozial- und Gesundheitsbereich ändern sich dauernd. Einsichtig ist daher, dass verstärkte Kooperationen oder Zusammenschlüsse unabdingbar sind – die Umsetzung hingegen gestaltet sich nicht ganz einfach. Die Tagung nimmt die wichtigsten Fragen zum Thema Kooperation und Fusion im Sozialbereich auf. 
Weitere Informationen und Anmeldung
Artikel zum Thema im «impuls» 3/2012 (PDF)
Artikel zum Thema im «impuls» 1/2013 (PDF)

Weiterbildungsreise nach Kosovo

13.-19. Oktober 2013, Infoveranstaltung am 14. Mai 2013
Menschen mit Migrationshintergrund gehören zum Berufsalltag der Sozialen Arbeit. Sie beschreiben ihre Heimat, erzählen ihre Geschichten. In einer Weiterbildungsreise nach Kosovo kann die Heimat vieler Migrantinnen und Migranten besucht werden. Die Reise ermöglicht Einblick in das tägliche Leben in Kosovo, aber auch in die Soziale Arbeit vor Ort.
Weitere Informationen und Anmeldung

Vielseitiges Weiterbildungsangebot

Unser praxisorientiertes Weiterbildungsprogramm eröffnet Ihnen ausgezeichnete Laufbahn- und Spezialisierungsmöglichkeiten in Arbeitsfeldern mit Zukunft. Wir bieten Ihnen praxisorientierte Qualifikationsmöglichkeiten auf allen drei Weiterbildungsstufen:
Master of Advanced Studies MAS (eidg. anerkannter Mastertitel)
Diploma of Advanced Studies DAS
Certificate of Advanced Studies CAS

Sie möchten ein Thema punktuell vertiefen?
Kurs- und Fachkursangebot

Nächste Infoveranstaltungen

Wir führen regelmässig Infoveranstaltungen zu unseren Weiterbildungen durch: Aktuell in den Bereichen Systemische Beratung, Case Management, Mediation und Konfliktmanagement, Management, Sozialhilfe, Sozialpolitik und Kindesschutz. Zum ersten Mal findet im September auch eine Infoveranstaltung zu unseren MAS-Studiengängen statt.
Holen Sie sich vor Ort alle wichtigen Informationen. Wir freuen uns auf Sie!

3 Fragen an...

Thomas Egger, Sozialpädagoge bei der Stiftung PROF-in, einer spezialisierten Berufsbildungsstätte in Courtepin (FR)

Herr Egger, Sie absolvieren einen Weiterbildungsstudiengang am Fachbereich Soziale Arbeit. Wie erlebten Sie den Lernprozess?
Ich absolvierte den ersten CAS Systemische Beratung und habe mich für den zweiten – Systemische Beratung mit Familien, Paaren und Gruppen – angemeldet. Wir erhielten einerseits gut portionierte Inputs aus der Theorie. Andererseits war der Lernprozess stark abgestützt auf die Erfahrung und Praxis der Dozentin und der Studierenden. So entwickelte sich ein methodisch vielfältiges Ausprobieren mit verschiedenen Inputs und Vertiefungen in Diskussionen. Ein Thema wurde jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.
Diesen Ansatz finde ich sehr gut. Mit dem vielen Ausprobieren und Üben auch in wechselnden Gruppenkonstellationen wurden die Module sehr lebendig und reich. Enorm intensiv und lehrreich empfand ich auch die Supervisionen; das war jedes Mal richtiggehend eine Erleuchtung für mich.

Wie verknüpfen sich die vermittelten Ideen, Haltungen und Methoden mit Ihrem Berufsalltag?
Mit üben, üben, üben... Ich habe deutlich gemerkt, dass ich bei Interaktionen schnell wieder in eingeschliffene Muster zurückfalle. Aber immer häufiger gelingt es mir auch, die systemische Brille aufzusetzen und neue Inputs ins Team zurückzubringen. Manchmal sehe ich bei Besprechungen mit den Lehrlingen die neuen Ansätze erst im Nachhinein – aber so kann ich sie noch einbringen.

Was regt Sie an, den zweiten CAS-Studiengang des Programms zu absolvieren?
Ich bin vom ersten begeistert, vom Inhalt her und von der Kompetenz der Studienleiterin. Die Weiterbildung hat mir viele neue Perspektiven aufs berufliche Handeln und Denken eröffnet. Doch bis diese voll integriert sind den beruflichen Alltag braucht es ein paar Jahre – es ist also sicher gut, noch weiterzumachen.

Weitere Informationen zu den CAS-Studiengängen Systemische Beratung

In eigener Sache

Neue Dozentinnen und neuer Dozent

Der Rektor der Berner Fachhochschule hat Katharina Haab Zehrê, Melanie Germann-Hänni und David Lätsch (v.l.n.r.) zu Dozentinnen bzw. zum Dozenten gewählt. Katharina Haab Zehrê verstärkt das Team des Kompetenzzentrums Mediation und Konfliktmanagement. Melanie Germann-Hänni arbeitet im Schwerpunkt Organisationen des Sozialwesens und David Lätsch im Schwerpunkt Kindesschutz. Wir freuen uns über den Karrieresprung unserer bisherigen wissenschaftlichen Mitarbeitenden und gratulieren ihnen herzlich zur Wahl!

Publikationen

Die Qualitätsfrage in der Sozialen Arbeit

Bei einem Restaurantbesuch rechnen wir mit eingehaltenen Hygienevorschriften, die uns eine Lebensmittelvergiftung ersparen. Bei Reisen profitieren wir von strengen Sicherheitschecks, die bei jedem Flug durchgeführt werden und beim neuen Auto gibt es technische Hilfsmittel, welche die Fahrqualität positiv beeinflussen. Wir kennen auch Ärger über schlechte Qualität. Qualität gehört zum Alltag. Aber wie wird mit der Qualitätsfrage in der Sozialen Arbeit umgegangen?
Lesen Sie den Artikel von Daniel Iseli und Philipp Schneider in der neusten Ausgabe von «SozialAktuell» (PDF)

Interventionen und Wirkungen der Sozialhilfe: Eine Artikelserie in drei Teilen

Die Dauer von Sozialhilfebezügen soll möglichst kurz sein – Öffentlichkeit, Politik und in der Regel auch die Klientinnen und Klienten selbst streben danach. In Kontrast dazu steht die Tatsache, dass fast ein Drittel der Sozialhilfebezüge länger als vier Jahre dauert. Eine Studie des Fachbereichs Soziale Arbeit hat die sogenannten Klientinnen-/Klientenkarrieren untersucht. In drei Teilen werden die Resultate in den nächsten Ausgaben des Magazins «impuls» vorgestellt: Der erste beschäftigt sich mit der Lebenslage von Sozialhilfebeziehenden und erscheint im Mai.
Noch nicht Abonnentin oder Abonnent? Bestellen Sie unser Magazin kostenlos

In den Medien

Gewalt im Griff?

Was tun mit Jugendlichen, wenn immer wieder die Fäuste fliegen? Die Rundschau begleitete vor acht Jahren ein Anti-Aggressionstraining, in dem straffällig gewordene junge Männer lernen sollten, wie sie ihre Gewalt im Zaun halten können. Hat es genützt? Eine ernüchternde Bilanz mit zwei Kursteilnehmern und ihrem damaligen Anti-Aggressionstrainer Markus Blümke.
Rundschau, 27. Februar 2013

Kennen Sie schon unseren CAS-Studiengang Täterarbeit? Für die nächste Durchführung mit Start am 14. März sind noch Plätze frei. Studienleiterin Chiara Rondi berät Sie gern persönlich: T +41 31 848 37 09, chiara.rondinoSpam@bfh.ch

Scheidungskinder – arme Kinder?

Eine Scheidung kann für die Kinder zur Hölle werden, wenn zum Trennungsschmerz auch noch das Gezänk ums Sorgerecht kommt. Ob dieses in Zukunft von den Geschiedenen geteilt werden muss, entscheidet das Parlament in Bern im laufenden Jahr. Ist eine für Eltern gerechte Lösung auch zum Wohl der Kinder? Mona Vetsch diskutierte im Club vom 15. Januar 2013 mit ihren Gästen.
Der Club, 15. Januar 2013

Besuchsrechtsbeistandschaften: Konzepte zur Beratung von zerstrittenen Eltern (PDF, impuls 1/2013)

Ein Paar kämpft um sein Kind

Fünf Tage nach der Geburt ihres dritten Kindes erfährt eine Thuner Mutter noch im Wochenbett, dass ihr die Obhut über das Kind entzogen wird. Sie ist nicht die einzig Betroffene.
Artikel im «Bund», 27. Januar 2013

Verhandeln, ehe die Fetzen fliegen

Je problemgeladener die Zeit und die Umstände, desto grösser die «Explosionsgefahr» und die drohenden Kollateralschäden. Aufgrund dieser einleuchtenden Ausgangslage hat die Mediation in den letzten Jahren kontinuierlich Terrain erobert.
Artikel in der NZZ (Executive), 27. Januar 2013