Klarstellung

23.04.2018

In den letzten Wochen wurden zwei kritische Zeitungsartikel über das Departement Soziale Arbeit veröffentlicht. Wer Profil zeigt und Innovation wagt, zieht Blicke auf sich. Aber es gibt Missverständnisse, denen wir entgegentreten.

Mit Befremden nimmt die Departementsleitung das Bild zur Kenntnis, das die Berner Studizytig und die Wochenzeitung von uns zeichnen. Sie weist den Vorwurf zurück, es herrsche ein Klima, in dem Einzelpersonen aufgrund ihrer Meinung Repressalien zu befürchten hätten. Das Departement sieht sich - ganz in der Tradition der Sozialen Arbeit - den verbrieften Freiheitsrechten verpflichtet und pflegt eine Kultur des offenen Diskurses. Wir schätzen uns glücklich, dass unsere Studierenden die politischen Dimensionen ihres Handelns reflektieren. Wir wollen dafür Raum bieten und beziehen als Hochschule nicht Position, sondern lassen Positionen zu Wort kommen.

Das Mitbestimmungsmodell des Departements räumt den Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden in allen Gremien Stimmrecht ein. Sie üben damit Einfluss aus und tragen Verantwortung für die Entwicklung der Hochschule, ihrer Strategie und ihre Angebote in Lehre und Forschung. Die grosse Mehrheit unserer Studierenden (zwischen 80 und 90 Prozent) empfehlen unsere Studiengänge laut Umfragen weiter.

Für alle strategischen Setzungen des Departments tragen die Studierenden Mitverantwortung. Eine davon ist auch die zentrale Bedeutung, die im Studiengang Bachelor in Sozialer Arbeit der Entwicklung personaler Kompetenzen eingeräumt wird. Wir betreten damit als Hochschule Neuland, sind innovativ und entwickeln unsere Angebote weiter.

Nicht neu ist, dass an einer Hochschule Leistungen bewertet werden und dass ungenügende Leistungen zum Abbruch des Studiums führen können. Die strengste Ausschlusspraxis der BFH pflegen wir nicht und es stehen den Betroffenen auch alle üblichen Rechtsmittel zur Verfügung. Eine Hochschule ist kein rechtsfreier Raum.

Die Leitung des Departements bedauert es, wenn einzelne Studierende den Zugang zu unseren zahlreichen Mitwirkungsräumen formeller und informeller Art nicht nutzen. Die Verantwortlichen arbeiten weiter an der Suche nach Möglichkeiten, auch sie für die Mitarbeit an der Weiterentwicklung der Hochschule zu gewinnen. In regelmässigen Aussprachen mit der Studiengangleitung werden Räume des Dialogs erschlossen und Projekte lanciert. Informationen erfolgen grundsätzlich proaktiv und an alle.

Unsere zentrumsnahe Hochschule ist Ausbildungs-, Forschungs- und Arbeitsstätte. Unsere Räumlichkeiten dienen aber auch dem Austausch und der Vernetzung und stehen als Arbeits- und Tagungsort für breite Kreise aus Sozial- und Bildungspolitik zur Verfügung. Ein angemessener Auftritt und eine professionelle Atmosphäre mit definierten Zonen der Konzentration, des informellen Austauschs, der Ruhe oder des Disputs trägt der Vielfalt dieser Bedürfnisse Rechnung.

Im Rahmen des regulären Qualitätsentwicklungs-Zyklus der BFH werden auch die Angebote des Departements Soziale Arbeit periodisch überprüft. Eine Evaluation des Bachelor-Studiengangs wird in den nächsten Monaten Hinweise auf Verbesserungspotentiale auch aus der Aussensicht liefern. Wir werden alles daransetzen, weiterhin Profil zu zeigen als eine der schweizweit führenden Hochschulen für Soziale Arbeit.

Bern, im April 2018

Die Departementsleitung:
Petra Benz Bartoletta, Leiterin Studiengang Bachelor
Dr. Dieter Haller, Programmleiter Master
Johannes Schleicher, Departementsleiter
Michel Stämpfli, Vertreter der Studierenden
Dr. Martin Wild-Naef, Leiter Forschung, Weiterbildung und Dienstleistungen
Dr. André Zdunek, Vertreter der Dozierenden