Aktuelles und Hintergründe aus dem Fachbereich Soziale Arbeit der BFH
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8.12.2016

Newsletter 4/2016 – Fachbereich Soziale Arbeit

Der Newsletter erscheint 4x jährlich und informiert Sie über aktuelle Forschungsergebnisse, neue Köpfe am Fachbereich, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre, frohe Festtage und alles Gute für das neue Jahr!

Ihr Newsletter-Team

kommunikation.soziale-arbeit@bfh.ch, T +41 31 848 36 00


Im Fokus
Spezialisierte Fachleute für den Kindes- und Erwachsenenschutz
Unterstützung für armutsbetroffene Menschen

Veranstaltungen
Flüchtlinge, Asylbewerber und die Sozialhilfe
Herausforderungen für die Führung zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen

Nächste Infoveranstaltungen
Weiterbildung
Vielseitiges Weiterbildungsangebot
Master of Science

In eigener Sache
Erster Berner Mediationstag mit prominenten Rednern
Augenöffner Kosovo

3 Fragen an...
Christian Matul, systemischer Organisationsberater

Publikationen
Was genau tut eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter?
«Barometer Gute Arbeit»: Arbeitnehmende sind unzufrieden mit Löhnen und Arbeitszeiten

In den Medien
Bauen für Flüchtlinge
Ein Tag in der Asylunterkunft
Genitalverstümmelung – Hilfe in Deutschland

Sanna Frischknecht empfiehlt...
«Von Wegen. Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft» von Niels Boeing
 
 

Im Fokus

Spezialisierte Fachleute für den Kindes- und Erwachsenenschutz


Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) werden von den Medien und der Öffentlichkeit seit ihrer Einführung 2013 sehr kritisch beurteilt. Auch Abklärungs- und Mandatsdienste stehen zunehmend unter Druck. Charlotte Christener, KESB-Präsidentin der Stadt Bern, betont, dass es in diesem Kontext nicht nur professionelle Behörden, sondern auch professionelle Fachkräfte brauche.

Zum Beitrag

Unterstützung für armutsbetroffene Menschen


Menschen, die in eine Notsituation geraten, haben in der Schweiz ein Anrecht auf Hilfe, sei es in Form von Geld oder Dienstleistungen wie zum Beispiel Sozialberatung. Doch wissen viele nicht, wohin sie sich wenden können. Eine stärkere Ausrichtung der Informations- und Beratungsangebote an den Bedürfnissen armutsbetroffener Menschen könnte hier Abhilfe schaffen.

Weitere Informationen

Im Auftrag des Nationalen Programms gegen Armut hat das BFH-Zentrum Soziale Sicherheit Grundlagen für eine Online-Plattform für armutsbetroffene Menschen erarbeitet:

Michelle Beyeler et al. (2016): Informations- und Beratungsangebote für armutsbetroffene Menschen. Bestandsaufnahme und Strukturierungsvorschlag für eine Online-Plattform. 

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Veranstaltungen

Flüchtlinge, Asylbewerber und die Sozialhilfe

Dezentrale Informationsveranstaltungen für Sozialbehörden im Kanton Bern

Verschiedene Termine, ab Mittwoch, 11. Januar 2017

Das Thema Flüchtlinge und Asylsuchende fordert die Behörden von Bund, Kantonen und Gemeinden heraus. Insbesondere für die Gemeinden ist es schwierig, die verschiedenen Erwartungen und Aufträge zu erfüllen. Auch muss in der Sozialhilfe mit einer Fallzunahme gerechnet werden. Die Veranstaltungsreihe der BFH hat zum Ziel, den Wissensstand und die Handlungssicherheit der Verantwortlichen in den Gemeinden zu erhöhen.

Die Veranstaltungsreihe beginnt im Januar im Berner Oberland. Sie macht Halt in Thun, im Emmental, Biel-Seeland, Oberaargau und Berner Jura. Die letzte Veranstaltung ist am 17. Mai 2017 im Bern-Mittelland geplant.

Weitere Informationen und Anmeldung

Herausforderungen für die Führung zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen

Podiumsdiskussion mit anschliessendem Apéro
Ein öffentlicher Anlass der Vereine Alumni BFH Soziale Arbeit und Wirtschaft

Donnerstag, 26. Januar 2017, 18 Uhr

Die zunehmende Technologisierung hat grossen Einfluss auf die Arbeitswelt. Die Stichworte dazu sind Vernetzung, Automatisierung von Arbeitsabläufen und selbstorganisierte Produktion. Welchen Einfluss hat die Technologisierung auf die Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Über diese und weitere Fragen diskutieren Fachpersonen aus den Fachbereichen Wirtschaft und Soziale Arbeit.

Weitere Informationen und Anmeldung

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Nächste Infoveranstaltungen

Weiterbildung

Wir führen regelmässig Infoveranstaltungen zu unseren Angeboten durch: aktuell in den Bereichen Mediation und Konfliktmanagement, Systemische Beratung und Case Management.

Vielseitiges Weiterbildungsangebot

Wir bieten Ihnen praxisorientierte Qualifikationsmöglichkeiten auf den drei Weiterbildungsstufen Master, Diploma und Certificate of Advanced Studies. Sie möchten ein Thema punktuell vertiefen? Beachten Sie unser Kurs- und Fachkurs-Angebot.

Neu im Angebot sind beispielsweise die folgenden Angebote:

Einführung in die Klärungshilfe (3 Tage, 8.-10. März 2017)
CAS Klärungshilfe (19 Studientage, März bis November 2017)
Fachkurs Systemische Paarberatung (8 Kurstage, März bis Juni 2017)
Fachkurs Onlineberatung – Systemische Beratung via Internet (8 Tage, Mai bis Juni 2017)

Für Kurzentschlossene gibt es ausserdem Platz in den folgenden Kursen und Studiengängen:

Januar
Fachkurs Case Management (13 Tage, Start am 23. Januar 2017)
CAS Mandatsführung im Kindes- und Erwachsenenschutz (24 Tage, Start am 25. Januar 2017)

März
Fachkurs Arbeitsintegration (8 Tage, März bis Mai 2017)
Fachkurs Mediation (12 Tage, März bis Juli 2017)

Master of Science

Die nächsten Infoveranstaltungen für den Master of Science in Sozialer Arbeit finden Sie auf der Website masterinsozialerarbeit.ch.

Holen Sie sich vor Ort alle wichtigen Informationen. Wir freuen uns auf Sie!

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In eigener Sache

Erster Berner Mediationstag mit prominenten Rednern


Der Arzt und Neurowissenschaftler Joachim Bauer war einer der Hauptredner am ersten Berner Mediationstag. Auch darüber hinaus bot der Tag den teilnehmenden Mediatorinnen und Mediatoren Raum und Anregung, sich über die Spielarten der Mediation auszutauschen.

Auf unserer Website finden Sie die Abstracts der drei Referate sowie ein Video-Interview mit Joachim Bauer.

Augenöffner Kosovo

23 Bachelorstudierende haben im September einige Tage im Kosovo verbracht. Mit dabei war Susan Indermühle, Studentin im fünften Semester. Inspiriert hat sie unter anderem das Selbstverständnis der dortigen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Ihr Bericht bietet Einblick in ein Land, das uns gleichzeitig fern und nah ist.

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3 Fragen an...

Christian Matul, systemischer Organisationsberater


Wenn es um Veränderungen in Organisationen geht, gewinnt der systemische Ansatz immer mehr an Bedeutung. Systemische Kompetenz ist gerade bei Entwicklungsprozessen im System einer Abteilung oder einer gesamten Institution immer mehr gefragt. Für Dr. Christian Matul, systemischer Unternehmensberater und Lehrbeauftragter an der BFH, gehen diese Entwicklungen in die richtige Richtung.

Zum Interview

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Publikationen

Was genau tut eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter?

Die Frage nach dem täglichen Arbeitsinhalt ist für Fachpersonen der Sozialarbeit schwierig zu beantworten – zu vielfältig ist die Palette der Arbeitsfelder und Aktivitäten. René Rüegg, Forscher an der BFH, ging dieser Fragen trotzdem im Rahmen seiner Masterarbeit nach und befragte 176 Sozialarbeitende. Nun legt er dar, welche Tätigkeiten zum Arbeitsalltag gehören und auf welche Arbeitsinstrumente Sozialarbeitende in der Regel zurückgreifen.

René Rüegg (2016): Was tun Sozialarbeitende eigentlich? Gliederung der Arbeitszeit und Werkzeugkasten. SozialAktuell, Nr. 12, Dezember 2016, S. 36/37

«Barometer Gute Arbeit»: Arbeitnehmende sind unzufrieden mit Löhnen und Arbeitszeiten

Das BFH-Zentrum Soziale Sicherheit hat in Zusammenarbeit mit dem Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse untersucht, wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz die Qualität ihrer Arbeitsbedingungen beurteilen. Die Ergebnisse des Barometers 2016 zeigen, dass Arbeitnehmende ihre Arbeit zwar grundsätzlich als sinnstiftend und nützlich beschreiben und sich mit der eigenen Arbeit identifizieren. Jedoch sind auch Stress und emotionale Erschöpfung für viele Arbeitnehmende eine Realität.

Fritschi, Tobias; Oesch, Thomas; von Gunten, Luzius & Fischer, Gabriel (2016) : «Barometer Gute Arbeit»: Qualität der Arbeitsbedingungen aus der Sicht der Arbeitnehmenden – Ergebnisse für die Jahre 2015 und 2016

Die Studie ist auch in einer Kurzfassung erhältlich.

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In den Medien

Bauen für Flüchtlinge

Weiterhin erreichen viele Flüchtlinge Europa, und es stellt sich die Frage, wie das aufnehmende Land sie angemessen unterbringen kann. Wohnraum zu schaffen, der sie in die Gesellschaft integriert statt ausschliesst, ist da besonders gefragt.

Kontext, Radio SRF 2 Kultur, 22. November 2016

Ein Tag in der Asylunterkunft

Flüchtlingsströme, Kontingente, Finanzierung, Rückschaffungen: Über Asylsuchende wird viel diskutiert. Eher selten wird aber mit den Betroffenen selber gesprochen. Patricia Banzer hat für die Radio-Sendung Doppelpunkt einen Tag in einer Asylunterkunft verbracht, zugehört und Fragen gestellt.

Doppelpunkt, Radio SRF 1, 11. Oktober 2016

Genitalverstümmelung – Hilfe in Deutschland

In Deutschland leben rund 40'000 Frauen und Mädchen, die genital verstümmelt sind. Die Betroffenen leiden nicht nur körperlich, sondern auch psychisch unter den Folgen der Beschneidung. Das Desert Flower Center in Berlin bietet als einziges Zentrum in Deutschland ganzheitliche Hilfe. Das Center leistet Pionierarbeit, denn deutschlandweit wissen viele Ärzte und Hebammen, aber auch Psychologen, Lehrerinnen und Sozialarbeiter noch wenig über das Thema.

Radio SWR2 Wissen, 22. September 2016

Zum Thema Genitalbeschneidung finden Sie in der Edition Soziothek zwei Bachelor-Thesen zum kostenlosen Download:

«Weibliche Genitalbeschneidung in der Schweiz. Eine neue Herausforderung für die Soziale Arbeit?» von Céline Alfeld

«Die Beratung genitalbeschnittener Frauen in der Sozialen Arbeit. Von negativen Konstruktionen und deren Folgen. Ein Plädoyer zu anerkannter Gleichheit und Verschiedenheit» von Anna-Barbara Usteri

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Sanna Frischknecht empfiehlt...

«Von Wegen. Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft» von Niels Boeing


«Ich finde dieses Buch unter anderem deshalb besonders lesenswert, weil Niels Boeing ganz unterschiedlichen Initiativen nachspürt, die einen hoffen lassen, dass eine andere Welt (doch) möglich ist. Dabei setzt er dort an, wo bereits Ansätze für alternative Lebensweisen spriessen und schafft damit einen hoffnungsvollen Kontrast zu den allgegenwärtigen Krisendiskursen.»

Sanna Frischknecht ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Soziale Arbeit
sanna.frischknecht@bfh.ch

Das Buch steht in der Bibliothek des Fachbereichs Soziale Arbeit zur Verfügung.

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