Aktuelles und Hintergründe aus dem Fachbereich Soziale Arbeit der BFH
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12.10.2016

Newsletter 3/2016 – Fachbereich Soziale Arbeit

Der Newsletter erscheint 4x jährlich und informiert Sie über aktuelle Forschungsergebnisse, neue Köpfe am Fachbereich, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre!

Ihr Newsletter-Team
kommunikation.soziale-arbeit@bfh.ch, T +41 31 848 36 00


Im Fokus
BFH-Studie zeigt: Arbeitszufriedenheit in Sozialen Diensten ist relativ hoch
Gefahren bei der Dossierübernahme

Veranstaltungen
Das WAS? und WIE? bei Veränderungsprojekten im Sozial- und Nonprofit-Bereich komplementär gestalten
Berner Mediationstag 2016 – Spielarten der Mediation
Vielseitiges Weiterbildungsangebot

Nächste Infoveranstaltungen
Weiterbildung
Master of Science

In eigener Sache
Rückblick auf die 2. Nationale Tagung Gesundheit & Armut
Online – so anonym?

Publikationen
Erkenntnisse zu Armutsrisiken im Alter
Lehren aus Fehlern im Kindesschutz

In den Medien
Trotz Anspruch kein Bezug von Sozialhilfe
Sozialhilfequoten in den Städten und Sozialtourismus
Gute Besserung dank Peers?
Zum Beispiel Neftenbach – Die Flüchtlinge und wir

René Rüegg empfiehlt...
«Asking the Right Questions. A Guide to Critical Thinking» von M. Neil Browne & Stuart M. Keeley
 
 

Im Fokus

BFH-Studie zeigt: Arbeitszufriedenheit in Sozialen Diensten ist relativ hoch


Wie zufrieden sind Sozialdienstmitarbeitende mit ihrer Arbeitsstelle und was sind die Ursachen der hohen Fluktuation in Sozialen Diensten? Diesen Fragen ging vor kurzem eine Studie der BFH auf den Grund. Der Leiter der Studie, Roger Pfiffner, beleuchtete im Rahmen dieser Untersuchung die Arbeitszufriedenheit und Fluktuationsabsichten von mehreren hundert Mitarbeitenden.  

Zum Interview

Gefahren bei der Dossierübernahme


Stellenwechsel, Neuanmeldungen und Umstrukturierungen sind in allen Feldern der Sozialen Arbeit häufig. Fallübergaben an Kolleginnen oder Kollegen sind daher keine Seltenheit. Die Fachperson, die einen neuen Fall übernimmt, muss sich – oft unter Zeitdruck – einen Überblick verschaffen, um die nächsten Handlungsschritte zu planen. Dieser erfolgt über das Studium des Dossiers und oft auch durch einen informellen, mündlichen Austausch mit der bisher verantwortlichen Fachperson. Eine soeben ausgezeichnete Bachelor-Thesis am Fachbereich Soziale Arbeit ist der Frage nachgegangen, wie diese Vorinformationen die Zusammenarbeit mit der Klientel beeinflussen.

Weitere Informationen zur Bachelor-Thesis

Rückblick: 60 neue Bachelor- und Master-Diplome in Sozialer Arbeit

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Veranstaltungen

Das WAS? und WIE? bei Veränderungsprojekten im Sozial- und Nonprofit-Bereich komplementär gestalten

Dienstag, 8. November 2016, 17.30-19.00 Uhr

Referat mit anschliessender Diskussion und Apéro

Veränderungsnotwendigkeit und Veränderungshäufigkeit nehmen in Einrichtungen und Institutionen der Sozialen Arbeit und des Gesundheitswesens sowie im Nonprofit-Sektor stetig zu. Die Organisationsform «Projekt» hat wieder Konjunktur. Dabei geht es darum, Ziel- und Kostenvorgaben zu erfüllen und gleichzeitig die betroffenen Menschen bzw. Organisationen möglichst gut auf dem Weg mitzunehmen.

Der komplementäre Ansatz integriert das WAS? und WIE? bei Veränderungsprojekten. Dr. Christian Matul, Organisationsberater und Managementtrainer, stellt in seinem Referat einfache Hilfen für den Veränderungsalltag in den eigenen Organisationen bzw. Projekten vor.

Weitere Informationen und Anmeldung

Berner Mediationstag 2016 – Spielarten der Mediation


Mittwoch, 16. November 2016, 8.30-17.15 Uhr

Referate und Workshops

In der Mediation haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Modelle und Ansätze entwickelt, denen unterschiedliche Prämissen zugrunde liegen. Mediatorinnen und Mediatoren sind gefordert, innerhalb der unterschiedlichen Herangehensweisen die der jeweiligen Situation angemessene Form zu wählen und sich mit ihrem persönlichen Mediationsstil auseinanderzusetzen. Dazu will der erste Berner Mediationstag der BFH beitragen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Vielseitiges Weiterbildungsangebot

Wir bieten Ihnen praxisorientierte Qualifikationsmöglichkeiten auf den drei Weiterbildungsstufen Master, Diploma und Certificate of Advanced Studies. Sie möchten ein Thema punktuell vertiefen? Beachten Sie unser Kurs- und Fachkurs-Angebot.

Neu im Angebot sind beispielsweise die folgenden Kurse:
Moderation von Grossgruppen (8./9. November 2016)
Partizipation der Eltern im Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB)  (13. Dezember 2016)

Für Kurzentschlossene gibt es ausserdem Platz in den folgenden Kursen und Studiengängen: 

November
Fachkurs Mediation (12 Tage, Start am 7. November)
Neues Erwachsenenschutzrecht – Massschneiderung (10./11. November 2016)
Schreiben als Ressource in der Beratung (12. und 26. November und 3. Dezember 2016)
Kinder anhören (17./18. November 2016)
Erfolgreich und effizient verhandeln (21./22./23. November 2016)
Professionelle Kindeswohlabklärungen – Einführung in ein neues Instrument für die Schweiz (30. November und 1. Dezember 2016)

Januar
Fachkurs Case Management (13 Kurstage, Start am 23. Januar)
CAS Mandatsführung im Kindes- und Erwachsenenschutz (24 Tage, Start am 25. Januar 2017)

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Nächste Infoveranstaltungen

Weiterbildung

Wir führen regelmässig Infoveranstaltungen zu unseren Angeboten durch: aktuell in den Bereichen Mediation und Konfliktmanagement, Integratives Management, Systemische Beratung und Case Management.

Master of Science

Die nächsten Infoveranstaltungen für den Master of Science in Sozialer Arbeit finden Sie auf der Website masterinsozialerarbeit.ch.

Holen Sie sich vor Ort alle wichtigen Informationen. Wir freuen uns auf Sie!

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In eigener Sache

Rückblick auf die 2. Nationale Tagung Gesundheit & Armut


Die beste Prävention ist existenzielle Sicherheit. Das war eine der Kernaussagen an der Tagung Gesundheit & Armut.  Fachleute verschiedenster Berufsgruppen tauschten sich an der Tagung aus, welche die BFH mit regionalen und nationalen Partnern bereits zum zweiten Mal durchgeführt hat.

Es ging um öffentliche Gesundheit und Einkommensungleichheit, um frühe Förderung und Chancengleichheit von Kindern sowie um Armenquartiere in Dänemark und sozialhygienische Massnahmen im 19. Jahrhundert in der Schweiz.

Auf unserer Website finden Sie die Folien zu den einzelnen Referaten sowie ein Video mit den Hauptanliegen der Referentinnen und Referenten.

Online – so anonym?


Die BFH verbindet Menschen – sehen Sie selbst!

 

 

 

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Publikationen

Erkenntnisse zu Armutsrisiken im Alter

In der zweiten Ausgabe des Social Impacts beleuchtet das BFH-Zentrum Soziale Sicherheit das Thema Altersarmut. Gemäss den Zahlen zu den Ergänzungsleistungen hat diese in den vergangenen Jahren zugenommen, wobei vermehrt Neurentnerinnen und Neurentner betroffen sind. Besonders gefährdet sind alleinerziehende Frauen und Migranten. In seiner Analyse bezieht sich das BFH-Zentrum Soziale Sicherheit unter anderem auf die kürzlich erschienene Studie «Gender Pension Gap in der Schweiz» von Fluder et al. Diese ortet die Ursachen für die schlechtere Altersvorsorge von Frauen in ihren Berufsbiografien, die häufig durch Erwerbsunterbrüche gekennzeichnet sind.

Social Impact #2 (2016): Armutsrisiken im Alter nehmen zu, BFH-Zentrum Soziale Sicherheit, Bern

Fluder, Robert; Salzgeber, Renate; von Gunten, Luzius; Kessler, Dorian & Fankhauser, Regine (2016): Gender Pension Gap in der Schweiz – Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Altersrenten, Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern.

Lehren aus Fehlern im Kindesschutz

Kindesschutzfälle, in welchen ein Kind erheblich zu Schaden kommt oder sogar stirbt, sind in der Schweiz glücklicherweise selten. Wenn es trotzdem geschieht, wird in den Medien und der Öffentlichkeit häufig sofort die Schuldfrage gestellt. Doch ist dies der richtige Weg, um Lernprozesse anzustossen, die dazu beitragen weitere solche Fälle zu vermeiden? Ein Autorenteam der BFH fordert, den Fokus auf die Frage zu richten, wie Institutionen und Netzwerke im Kindesschutz Erkenntnisse aus kritisch verlaufenden Zwischenfällen für die Ausgestaltung ihrer Organisation ziehen können.
 
Gehrlach, Christoph; Hauri, Andrea & Iff Markus (2016): Fehler und kritische Zwischenfälle im zivilrechtlichen Kindesschutz: Wie Organisationen aus Einzelfällen lernen können! Zeitschrift für Kindes- und Erwachsenenschutz ZKE, 71, S. 297-311.

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In den Medien

Trotz Anspruch kein Bezug von Sozialhilfe

Im Kanton Bern bezieht jede vierte Person, die Anspruch auf Sozialhilfe hätte, diese nicht. Die Gründe sind vielfältig, wie Oliver Hümbelin im Rahmen seiner Dissertation festgestellt hat: mangelnde Information, Überforderung durch komplexe Antragsverfahren oder auch Angst vor Stigmatisierung. Verschiedene Medien haben diese neuen Erkenntnisse thematisiert:

Unterschiede zwischen Stadt und Land: Artikel in der Zeitung «Der Bund»

Sozialhilfequoten in den Städten und Sozialtourismus

Der «Sozialtourismus» ist geringer als vermutet. Ausserdem sind die Sozialhilfequoten in den Städten generell höher als im ländlichen Umfeld. Diese Erkenntnisse aus dem Kennzahlenbericht zur Sozialhilfe der Städteinitiative Sozialpolitik und der BFH sind in unterschiedlichen Medien thematisiert worden.

Beiträge in der Tagesschau und in der Sendung 10vor10 von Fernsehen SRF inkl. Grafiken
Das Beispiel Lausanne im Artikel in den Zeitungen «Tages-Anzeiger« und «Der Bund»
Das Thema «Abschiebepolitik» im Artikel in der «Berner Zeitung»

Gute Besserung dank Peers?

Seit einigen Jahren sind in psychiatrischen Kliniken, Ambulatorien und Suchtstationen Peers oder Genesungsbegleiter anzutreffen. Peers haben selber Erfahrungen mit der Psychiatrie gemacht und sollen mit ihrem Erfahrungswissen das therapeutische Angebot komplementieren.

Kontext, Radio SRF 2 Kultur, 16. August 2016

Zum Beispiel Neftenbach – Die Flüchtlinge und wir

Kein Tag ohne neue Schlagzeile zu den Flüchtlingen in der Schweiz. Wie aber sieht der Alltag wirklich aus? Lassen sich die neuen Nachbarn in Gesellschaft und Arbeitsmarkt integrieren? Und wie viel kostet das? «DOK» hat ein halbes Jahr lang in einer durchschnittlichen Schweizer Gemeinde gedreht – in Neftenbach im Kanton Zürich.

DOK, SRF, 8. September 2016

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René Rüegg empfiehlt...

«Asking the Right Questions. A Guide to Critical Thinking» von M. Neil Browne & Stuart M. Keeley


«Ein Buch, das aufatmen lässt: In Zeiten erschlagender Informationsfülle bietet es eine fundierte und leicht verdauliche Anleitung, um zur intellektuellen Goldwäscherin zu werden. Privatpersonen, Studierende und Professionelle profitieren gleichermassen, denn schludriges Denken geht auf Kosten der Lebensqualität und der Finanzen. Kritisches Denken macht Spass und bringt Sie zu besseren Entscheidungen. Viele praktische Beispiele und Tipps runden das Buch ab.» 

René Rüegg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Soziale Arbeit

Das Buch steht in der Bibliothek des Fachbereichs Soziale Arbeit zur Verfügung.

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