Praxisausbildung

Die Praxisausbildung ist zentraler und qualifizierender Bestandteil des Studiums. Im Fokus steht die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Unseren Ausbildungsauftrag erfüllen wir in Kooperation mit über 500 Praxisorganisationen aus verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit im In- und Ausland. Rund 850 erfahrene und anerkannte Fachkräfte der Sozialen Arbeit übernehmen die Funktion der oder des Praxisausbildenden in den Organisationen.

Während der Tätigkeit in den Praxisorganisationen sowie in den praxisbegleitenden Modulen überprüfen die Studierenden theoretische Ansätze auf ihre Bedeutung im Handlungsfeld hin und reflektieren diese kritisch. Methoden und Techniken der Sozialen Arbeit werden eingeübt und Problemstellungen der Sozialen Arbeit in ihrem realen Kontext erkannt und bearbeitet. Die Reflexion von eigenen Werten und Haltungen ermöglicht es, eine professionelle Identität und Handlungskompetenz zu entwickeln.

Die Praxisausbildung umfasst zwei Praxismodule in verschiedenen Organisationen und in unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit sowie die praxisbegleitenden Module. Von Seiten der Fachhochschule koordinieren, unterstützen, kontrollieren und beurteilen Mitarbeitende des Fachbereichs Soziale Arbeit den Lernprozess. In der Regel finden zwei Gespräche in der Praxisorganisation statt.

Mit total 51-54 ECTS hat diese Modulgruppe innerhalb des Studiums (180 ECTS) grosses Gewicht.

Praxismodule sind entschädigte Arbeitsverhältnisse, die in Form eines befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrages abgeschlossen werden. 

Flexible und individuelle Gestaltung

Praxismodule dauern zwischen 5-12 Monate, die Anstellung umfasst 40-80% (exkl. praxisbegleitende Module) bzw. 50-100% (inkl. praxisbegleitende Module) und können mit 24 oder 20 ECTS absolviert werden. Die Werte beeinflussen sich gegenseitig.

Der Arbeitsvertrag kann von Ausbildungsvereinbarung abweichen. Arbeitsverträge können länger oder in einem höheren Pensum ausgestellt werden, als dies im Zulassungs- und Studienreglement gefordert ist. Die Ausbildungsvereinbarung wird für den in den Reglementen dargestellten Zeitraum vereinbart. Massgebend für die Abgabe von qualifikationsrelevanten Leistungen ist das End-Datum der Ausbildungsvereinbarung.

Während der Praxismodule steht den Studierenden ein Fünftel ihres Anstellungsgrads als Studientag zur Verfügung (ein halber bzw. ein ganzer Tag/Woche). Dieser dient dem Selbststudium und den praxisbegleitenden Lehrveranstaltungen. Fällt der Studientag in die vorlesungsfreie Zeit, gilt er als Arbeitstag für die Praxisorganisation.

Überblick zu Pensum, Dauer und ECTS bei oft verwendeten Anstellungsbeispielen:
 Bestimmungstabelle Dauer, Umfang und ECTS

Situierung im Studienverlauf

  • Voraussetzungen für das Praxismodul I: Die beiden Module «Soziale Arbeit: Systematische und historische Einführung» und «Interaktion und Kommunikation» sowie 2 der 3 Prüfungen in den Bezugswissenschaften sind abgelegt.
  • Voraussetzungen für das Praxismodul II: Alle Pflichtmodule mit Ausnahme der Module «Coaching Selbst- und Sozialkompetenz», «Wissenschaftliches Arbeiten», «Studienarbeit», «Fallwerkstatt», «Ausbildungssupervision II» und «Bachelor-Thesis» sind absolviert.

Es wird empfohlen, das Praxismodul I frühestens im 3. Semester zu absolvieren und vor dem Praxismodul II ein Theoriesemester einzulegen.

   Modell F