Persönlichkeitsentwicklung im Bachelor-Studium

Die berufsrelevanten Selbst- und Sozialkompetenzen zu kennen und zu entwickeln ist für angehende Fachkräfte der Sozialen Arbeit unerlässlich. Die BFH geht innovative Wege, um die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Studierenden zu fördern.

Um im Beruf bestehen zu können, sollen Absolventinnen und Absolventen des Bachelors an der BFH Soziale Arbeit nicht nur fachlich und methodisch sattelfest sein. Sie müssen auch Beziehungen zu sehr unterschiedlichen Menschen eingehen, gestalten und aufrechterhalten können: zu den Fachpersonen der eigenen und anderer Berufsgruppen, mit denen sie zusammenarbeiten werden, und allen voran zu den Adressatinnen und Adressaten der Sozialen Arbeit. Nicht selten werden sie Konflikte lösen müssen. Überhaupt sollten sie zwischenmenschlichen Herausforderungen gewachsen sein. Angehende Fachkräfte der Sozialen Arbeit müssen deshalb auch das eigene Handeln stärker als andere wahrnehmen, hinterfragen und reflektieren. Eine gute Selbstkenntnis und ein geschultes Selbstmanagement sind notwendig, um belastende Situationen bewältigen zu können. Nicht zuletzt zum eigenen Schutz. 

Die BFH Soziale Arbeit leistet Pionierarbeit, indem sie der Persönlichkeitsentwicklung im Bachelorstudiengang den nötigen Raum gibt und ihre Förderung verbindlich macht. Seit dem Studienjahr 2013/2014 ist es für die Studierenden an der BFH Soziale Arbeit Pflicht, sich in den «SeSok»-Modulen ihren berufsrelevanten Selbst- und Sozialkompetenzen zu widmen. Im Sinne einer Standortbestimmung durchlaufen sie zunächst ein eigens entwickeltes «Development Center (DC)». Darin lösen sie verschiedene Aufgaben einzeln oder in Gruppen. Speziell trainierte Personen beobachten sie und führen mit ihnen ein individuelles Feedbackgespräch. Das DC dient den Studierenden unter anderem dazu, persönliche Lernziele für die selbstgesteuerte Entwicklung der eigenen Sozial- und Selbstkompetenzen zu formulieren. Orientierung bietet das Kompetenzprofil des Bachelorstudiengangs (vgl. Studienführer der BFH Soziale Arbeit).

In den ersten sechs Semestern des Studiums an der BFH Soziale Arbeit begleiten und unterstützen professionelle Coachs die Studierenden, während sie in den SeSok-Modulen I bis III, in den weiteren Unterrichts- und Praxismodulen sowie im beruflichen und privaten Alltag ihre Lernziele verfolgen. Um den persönlichen Lern- und Entwicklungsprozess festzuhalten, führen die Studierenden ein individuelles, elektronisches Portfolio. Die Verschriftlichung dient der prüfenden Selbstbetrachtung und damit einem nachhaltigen, weil reflektierten Kompetenzerwerb. Die Studierenden der BFH Soziale Arbeit nutzen dazu eine Online-Lösung, die Mahara-Software. Sie bietet vielfältige mediale Möglichkeiten, um das Portfolio individuell zu gestalten. Nur die Studentin oder der Student selbst kann das persönliche E-Portfolio freischalten, um es zeitlich befristet ausgewählten Anderen zugänglich zu machen.

Über die Datenschutzregelungen hinaus haben alle Beteiligten, denen Zugang zum Portfolio gewährt wird, eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben: das sind ausser der Modulverantwortlichen und dem persönlichen Coach oder der persönlichen Coachin die Mitstudierenden der eigenen Coaching-Gruppe, die als Peers voneinander lernen und sich gegenseitig Feedback auf die im Portfolio enthaltenen Inhalte geben – und damit eine zentrale Sozialkompetenz üben.