CAS Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten
Dialog – Unterwegs zur konfliktfähigen Gesellschaft

Beschreibung und Konzeption

Wenn Sie sich in interkulturellen und interreligiösen Kontexten engagieren, werden Sie in diesem CAS-Studiengang gezielt unterstützt. Sie erhalten das notwendige Werkzeug, um Ihnen fremde Sichtweisen nachvollziehen und Spannungen oder Konflikte frühzeitig erkennen zu können.

Der Fokus dieses Studiengangs liegt auf dem Zusammenleben von Personen verschiedener kultureller und religiöser Hintergründe. Die Teilnehmenden erwerben dazu die Grundlagen der Mediation und Moderation. Die vielfältigen Hintergründe der Teilnehmenden sind dabei ein zentrales Lernfeld. Direkte Begegnungen mit religiösen Gemeinschaften im Haus der Religionen führen zu einer vertieften Auseinandersetzung im Umgang mit Vielfalt.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie sind fähig, Spannungen und Konflikte frühzeitig zu erkennen und mediativ zu intervenieren.
  • Sie kennen die Grundlagen und Techniken der Mediation und Moderation und sind fähig, diese anzuwenden.
  • Sie erwerben die Voraussetzungen, um sowohl im Alltag als auch im Konfliktfall innerhalb von Gruppen und zwischen Einzelpersonen aus verschiedenen Religionen und Kulturen erfolgreich zu vermitteln.
  • Sie sind fähig, die erworbenen Kenntnisse direkt in Ihrem Berufsfeld oder in Ihren ausserberuflichen Tätigkeiten anzuwenden.
  • Sie erreichen eine Spezialisierung im Bereich des transkulturellen und interreligiösen Dialogs.

Inhalte

Der CAS-Studiengang umfasst insgesamt 18 Kurstage und 2 Supervisionstage unterteilt in zwei Fachkurse.

  • Fachkurs Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten – Grundlagen (14 Kurstage)
  • Supervision (2 Tage)
  • Aufbaukurs Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten – Fokus Religionen (4 Tage)

Zielpublikum

Angesprochen sind Personen, die in ihren religiösen oder kulturellen Vereinen eine vermittelnde oder leitende Position einnehmen sowie Fachleute aus den Bereichen Soziale Arbeit, Diakonie, Pädagogik, Gesundheitswesen, Beratung usw., die aufgrund ihrer biographischen Erfahrungen oder ihrer Berufssituation ein hohes Interesse an kultur- und religionsübergreifenden Fragestellungen mitbringen.

Lern- und Arbeitsformen

Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv und partizipativ gestaltet mit diversen didaktischen Methoden wie Inputreferate, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten. Es wird auf eine Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, so dass praxisorientiertes Lernen möglich wird.

Die Kursgruppe an sich ist ein zentrales Lernfeld. Deshalb startet der Kurs erst, wenn die notwendige Vielfalt vertreten ist und die Teilnehmenden verschiedene persönliche religiöse und kulturelle Hintergründe mitbringen.

Zulassung

Wer über einen tertiären Bildungsabschluss verfügt (Fachhochschule, Universität, Höhere Fachschule, Lehrerpatent oder gleichwertige Voraussetzungen), wird direkt zum Studiengang zugelassen.

Weitere Interessierte können mittels eines «sur Dossier»-Verfahrens aufgenommen werden. Bitte melden Sie sich bei der Studienleitung.

Allgemeine Zulassungsbedingungen.

Qualifizierung und Kompetenznachweise

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Mind. 90 Prozent Präsenz im Unterricht: Bei nicht vermeidbaren Absenzen wird eine Kompensationsleistung gefordert.
  • Schriftliche Abschlussarbeit

Titel und Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) der Berner Fachhochschule in Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten (12 ECTS-Credits)

Es kann darauf aufbauend der CAS Familienmediation, der CAS Mediation in Organisationen oder der CAS Mediation im öffentlichen Bereich absolviert werden, welcher Sie zu einer durch den Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM) anerkannten Ausbildung in Mediation führt.

Beim Besuch der beiden Kurse erhalten Sie eine Kursbestätigung.

Dozierende

  • Consolata Peyron, Mediatorin und Ausbilderin für Mediation BM (Bundesverband Mediation), Supervisorin, CNVC-zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg, Dipl. Politologin
  • Dr. Karma Lobsang, Mediatorin SDM, Promotion, Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät, Universität Bern, Dozentin und Mediatorin an der Pädagogischen Hochschule Bern, Konfliktbearbeitungen in eigener Praxis
  • David Leutwyler, MA Religious Studies, Geschäftsleiter Haus der Religionen

Studienleitung

Katharina Haab Zehrê, Studienleiterin
Fachbereich Soziale Arbeit
katharina.haabnoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 37 34

David Leutwyler, Geschäftsleiter Haus der Religionen
david.leutwylernoSpam@haus-der-religionen.ch
Telefon + 41 31 380 51 00

Organisation

Barbara Leuenberger, barbara.leuenbergernoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 36 58

Partner

Verein «Haus der Religionen – Dialog der Kulturen»

Kosten

CHF 7000.–, Änderungen vorbehalten

Durchführung/Kursdaten

20 Studientage, November 2017 bis Dezember 2018

BFH_CAS_Mediatives_Handeln_in_transkulturellen_Kontexten_Datenblatt.pdf

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Anmeldeschluss

13. 10. 2017

Unterlagen

CAS Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten_Flyer 

Weitere Unterlagen

Lobsang, Karma (2014) : Konfliktlösung und Mediation in interkulturellen Kontexten. In: impuls 3/2014  

Code

C-MED-9