CAS Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten
Dialog - Unterwegs zur konfliktfähigen Gesellschaft

Beschreibung und Konzeption

Der Fokus dieses Studiengangs liegt auf dem Zusammenleben von Personen unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Die Teilnehmenden erwerben zu diesem Thema die Grundlagen der Mediation und Moderation. Die vielfältigen kulturellen und religiösen Hintergründe der Teilnehmenden sind dabei ein zentrales Lernfeld. Direkte Begegnungen mit religiösen Gemeinschaften der Region Bern führen zu einer vertieften Auseinandersetzung im Umgang mit Vielfalt.

Wenn Sie sich in interkulturellen und interreligiösen Kontexten engagieren, werden Sie in diesem CAS-Studiengang gezielt unterstützt. Sie erhalten das notwendige Werkzeug, um Ihnen fremde Sichtweisen nachvollziehen und Spannungen oder Konflikte frühzeitig erkennen zu können.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie lernen die Grundlagen und Techniken der Mediation und Moderation kennen und üben sich darin.
  • In der interkulturell zusammengesetzten Kursgruppe sowie in der direkten Begegnung mit religiösen Gemeinschaften der Stadt Bern lernen Sie verschiedene Perspektiven kennen und können fremde Sichtweisen nachvollziehen.
  • Sie erwerben die Voraussetzungen, um sowohl im Alltag als auch im Konfliktfall innerhalb von Gruppen und zwischen Einzelpersonen aus verschiedenen Religionen und Kulturen erfolgreich zu vermitteln.

Inhalte

  • 14 Tage Fachkurs Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten – Grundlagen
  • 2 Tage Supervision
  • 4 Tage Vertiefungskurs Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten – Fokus Religionen

Zielpublikum

Angesprochen sind Personen, die in ihren religiösen oder kulturellen Vereinen eine vermittelnde oder leitende Position einnehmen sowie Fachleute aus den Bereichen Soziale Arbeit, Diakonie, Pädagogik, Gesundheitswesen, Beratung usw., die aufgrund ihrer biographischen Erfahrungen oder ihrer Berufssituation ein hohes Interesse an kultur- und religionsübergreifenden Fragestellungen mitbringen.

Lern- und Arbeitsformen

Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv und partizipativ gestaltet mit diversen didaktischen Methoden wie Inputreferate, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten. Es wird auf eine Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, so dass praxisorientiertes, erwachsenengerechtes Lernen möglich wird.

Die Kursgruppe an sich ist ein zentrales Lernfeld. Deshalb startet der Kurs erst, wenn die notwendige Vielfalt vertreten ist und die Teilnehmenden verschiedene persönliche religiöse und kulturelle Hintergründe mitbringen.

Zulassung

Der Fachkurs Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten – Grundlagen steht allen interessierten Personen offen. Für eine Teilnahme am CAS-Studiengang Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen.

Wer diese Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllt, durchläuft ein «sur Dossier» Verfahren oder besucht den CAS-Studiengang ohne zertifizierten Abschluss. Bitte melden Sie sich in diesem Fall bei der Studienleitung.

Qualifizierung und Kompetenznachweise

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Mind. 90 Prozent Präsenz im Unterricht: Bei nicht vermeidbaren Absenzen wird eine Kompensationsleistung gefordert.
  • Schriftliche Abschlussarbeit

Titel und Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) der Berner Fachhochschule in Mediativem Handeln in transkulturellen Kontexten (12 ECTS-Credits)

Für einen anerkannten Abschluss in Mediation wird dieser CAS-Studiengang als gleichwertig betrachtet wie der CAS Grundlagen der Mediation.

Es kann darauf aufbauend der CAS Familienmediation oder der CAS Mediation im öffentlichen Bereich absolviert werden, welcher Sie zu einer durch den Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM) anerkannten Ausbildung in Mediation führt.

Dozierende

  • Consolata Peyron, Mediatorin und Ausbilderin für Mediation BM (Bundesverband Mediation), Supervisorin, CNVC-zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg, Dipl. Politologin
  • Dr. Karma Lobsang, Mediatorin SDM, Promotion, Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät, Universität Bern, Dozentin und Mediatorin an der Pädagogischen Hochschule Bern, Konfliktbearbeitungen in eigener Praxis
  • David Leutwyler, MA Religious Studies, Geschäftsleiter Haus der Religionen

Studienleitung

Katharina Haab Zehrê, Studienleiterin
Fachbereich Soziale Arbeit
katharina.haabnoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 37 34

David Leutwyler, Geschäftsleiter Haus der Religionen
david.leutwylernoSpam@haus-der-religionen.ch
Telefon + 41 31 380 51 00

Organisation

Barbara Leuenberger, barbara.leuenbergernoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 36 58

Partner

Verein «Haus der Religionen – Dialog der Kulturen»

Kosten

CHF 7000.–, Änderungen vorbehalten

Durchführung/Kursdaten

20 Studientage, November 2017 bis Dezember 2018

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Anmeldung

Anmeldeformular

Anmeldeschluss

13. 8. 2017

Weitere Unterlagen

Lobsang, Karma (2014) : Konfliktlösung und Mediation in interkulturellen Kontexten. In: impuls 3/2014  

Code

C-MED-9