Kundenmagazin impuls

Liebe Leserinnen und Leser

Die Empörung war mit Händen zu greifen. Einmal mehr, und jedes Mal dreister will es einem scheinen, wird Geschäft gemacht mit Ignoranz. Politisches Geschäft mit denen, die es nicht besser wissen wollen oder wissen können.

Wir haben viel zu verlieren im Villenvorort dieser wirren Welt, und da ist es ein Leichtes, Neid und Ängste zu schüren. Wenn die Mittelschicht, einerlei ob die mittlere, die untere oder die obere – wenn die Mittelschicht sich bedroht fühlt, dann neigt sie nach rechts. Sehr nach rechts. Das lehrt nicht nur die Weimarer Republik am Vorabend des Nationalsozialismus. Das lehrt der rechte Populismus, überall und immer wieder.

Eine Hochschule ist schlecht beraten, wenn sie einfach einstimmt in den Chor der Gegen-Empörung. Ihre Rolle, ihr Auftrag ist es, beizutragen zur Versachlichung der Diskussion. Unaufgeregt. Tut sie das nicht, ist ihr Ruf als Stätte freier Lehre und Forschung rasch dahin. Als Stätte des politischen Aktivismus überlebt sie nicht lange. Sie würde als Brut-Stätte diffamiert, notfalls mit Unwahrheiten.

Die Versachlichung der Diskussion um Sozialhilfe, um die Kosten des Kindesschutzes, um Soziale Sicherheit ganz generell hat auf vielen Ebenen zu geschehen. Auf einer wissenschaftlichen, auf einer berufspraktischen und auf einer politischen. Wir wollen verstanden werden. Auch und gerade von denjenigen, die auch für den Neid und den Hass ein offenes Ohr haben. Um der Klarheit willen bündelt der Fachbereich Soziale Arbeit der BFH künftig seine Aktivitäten und Spezialitäten unter drei Themen: Soziale Sicherheit, Soziale Organisation, Soziale Intervention. Schlicht und schlank.

Johannes Schleicher
Leiter Fachbereich Soziale Arbeit

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