Kundenmagazin impuls

Liebe Leserinnen und Leser

«Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.» Diese Aussage wird Kurt Lewin zugeschrieben. Und sie ist sicherlich zutreffend. Aber eine Soziale Arbeit, die sich als Handlungswissenschaft versteht, braucht noch mehr: So ist professionelles klientenbezogenes Handeln gekennzeichnet durch eine sinnvolle und konsequente Verbindung von theoretischen Begründungen (Theorien), methodischem Handwerkszeug (Praxeologie) sowie der Reflexion der eigenen Werte, der Arbeitsprinzipien und der Arbeitshaltung (Axiologie). Für Fachleute der Sozialen Arbeit ist dieser Anspruch – vor dem Hintergrund, dass zudem organisationale Rahmenbedingungen und gesetzliche Vorgaben in den Tätigkeitsbereichen der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik sowie der Soziokulturellen Animation zu berücksichtigen sind – nicht immer einfach einzulösen.

Als Fachhochschule, die einen generalistischen Bachelor- und Masterstudiengang sowie Weiterbildung, Dienstleistung und Forschung anbietet, verpflichten wir uns, theoretische Begründungen und empirische Befunde zur Erklärung und Beschreibung von sozialen Problemen zu liefern – unter Berücksichtigung des gesellschaftlichen Wandels sowie der Besonderheiten des Sozialwesens Schweiz –, verschiedene Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, und die Frage nach der Wirksamkeit dieser Interventionen ernst zu nehmen und ihr nachzugehen (Forschung).

Wir verstehen uns nicht als «Elfenbeinturm» und suchen die thematische Auseinandersetzung mit Studierenden, Fachleuten der Sozialen Arbeit, Angehörigen anderer Berufsgruppen und Disziplinen sowie Medienschaffenden. Dieser inhaltliche Austausch mit Ihnen ist grundlegend für ein gelingendes Theorie-Praxis-Verhältnis, von dessen Weiterentwicklung die Soziale Arbeit nicht unwesentlich abhängt. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre!

Prof. Dr. Michael Zwilling
Programmleiter Masterstudiengang in Sozialer Arbeit (MSc)

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