Auszeichnung für Bemühungen in «Elder Mediation»

20.06.2012

Das Kompetenzzentrum Mediation und Konfliktmanagement ist für aussergewöhnliche Beiträge zur globalen Förderung der «Elder Mediation» ausgezeichnet worden. Aufgefallen ist es durch sein Weiterbildungsangebot, die Organisation von und Mitwirkung an nationalen und internationalen Symposien sowie durch Publikationen.

Praktisch zum Abschluss ihrer Tätigkeit als Leiterin des Kompetenzzentrums Mediation und Konfliktmanagement konnte Yvonne Hofstetter Rogger den «EMIN Sherron Leadership Award for Exceptional Contributions to the Global Advancement of Elder Mediation» am «5th World Summit on Elder Mediation» in Glasgow entgegennehmen. Für das Kompetenzzentrum bedeute der Award eine Würdigung der Arbeit und eine Verpflichtung, an der weiteren Netzwerkarbeit und fachlichen Entwicklung führend mit dabei zu sein, sagt Yvonne Hofstetter Rogger. Die Leitung des Kompetenzzentrums hat sie am 1. Juni 2012 an Nadia Dörflinger-Khashman übergeben.

In der Fachwelt Bewegung ausgelöst

Positiv aufgefallen ist dem Preis verleihenden «Elder Mediation International Network» (EMIN) das Kompetenzzentrum durch sein Weiterbildungsangebot, die Organisation von und Mitwirkung an nationalen und internationalen Symposien sowie durch Publikationen. Dadurch habe die Berner Fachhochschule sowohl in der Fachwelt der Mediation als auch der Gerontologie Bewegung ausgelöst, Ideen lanciert und Entwicklungen unterstützt, wird der Award begründet.

Das Kompetenzzentrum nimmt die Verbindung zwischen dem EMIN und den Organisationen der Mediatorinnen und Mediatoren in der Schweiz wahr. Das EMIN ist ein internationales Netzwerk von Pionierinnen und Pionieren im Bereich von Elder Mediation und hat das Ziel, die Möglichkeiten der Mediation in intergenerationalen Beziehungen und altersspezifischen Themen bekannt zu machen und fachlich weiterzuentwickeln. Der Award wird am jährlichen World Summit jeweils ein- oder zweimal vergeben.

Unter Elder Mediation versteht man grundsätzlich Mediation in Generationenbeziehungen und in Fragen, die mit dem Alter in Verbindung stehen. Es geht dabei darum, gemeinsam Entscheide herbeizuführen, die alle Beteiligten mit ihren Bedürfnissen und Interessen auf die ihnen jeweils mögliche Art miteinbezieht. Das Themenspektrum ist breit: Es kann beispielsweise um die Übergabe des landwirtschaftlichen Hofes gehen, um die Beteiligung von Familienmitgliedern in der häuslichen Pflege in Kooperation mit Pflegefachleuten, um die konsensorientierte Beilegung von Konflikten unter Heimbewohnerinnen und -bewohnern oder um achtsame Entscheide rund um das Sterben.

   Modell F